Mitgliederversammlung 2015

Ausschuss Philharmonischer Chor 2015

Das Leitungsteam des Philharmonischen Chores Schwäbisch Gmünd nach den Neuwahlen am vergangenen Dienstag, von links: Susanne Wiker, Joerg Ayßlinger (Stellvertretender Freundeskreisvorsitzender), Hermann Karg, Eva Scheulen (Schriftführerin), Gabriele Feldmann (Kassier), Michael Kessler, Constanze Bauer, Martin Grübl (vorne, Freundeskreisvorsitzender), Dr. Andreas Zielonka, Bernhard Fauser (Stellvertretender Vorsitzender), Christine Lerchenmüller (Vorsitzende), Chorleiter Stephan Beck, Andreas Zengerle, Dr. Simon Zell, Felix Bader. (Foto: bef)



Am vergangenen Dienstag hielt der Philharmonische Chor Schwäbisch Gmünd seine alle drei Jahre stattfindende Mitgliederversammlung ab. Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf die vergangenen Jahre, der Ausblick unter anderem auf das 2017 anstehende Jubiläumsjahr – der Chor wird 50 – und Neuwahlen: Der Konzertchor geht fast komplett mit der bewährten Mannschaft in die kommenden drei Jahre.


Nach Sektempfang und gemeinsamem Essen wurden die Sängerinnen und Sänger und die Freundeskreismitglieder von Hans Jorda und Franz Sickert mit zwei virtuos gespielten Sätzen aus der G-Moll-Sonate für Violine und Klavier von Giuseppe Tartini überrascht. Christine Lerchenmüller, die erste Vorsitzende, begrüßte die anwesenden Mitglieder. Die ungewöhnliche zahlreiche Beteiligung wertete sie als Zeichen dafür, dass im Philharmonischen Chor neben dem hohen künstlerischen Anspruch auch das Gemeinschaftsgefühl eine wichtige Rolle spiele. Dazu trage unter anderem die kürzlich erfolgte Konzertreise nach Ungarn bei. Besonders erfreulich sei, dass bei den derzeit 73 Aktiven eine ganze Reihe neu eingetretener junger Sängerinnen und Sängern zu verzeichnen sei.

Beim Rückblick auf die drei letzten Jahre ließ Stephan Beck ließ die sieben Konzerte, die in dieser Zeit gestaltet wurden, Revue passieren: herausragend die Aufführung des Oratoriums „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy 2012 im Rahmen der Europäischen Kirchenmusik, die “Carmina Burana“ von Carl Orff während der Landesgartenschau, jüngst die eindrucksvolle Gestaltung der selten aufgeführten und sehr anspruchsvollen d-Moll-Messe von Anton Bruckner und die Konzerte in Ungarn mit Werken von Johannes Brahms. Beck betonte, dass es zu den Aufgaben des Philharmonischen Chores gehöre, sich neben den traditionellen Repertoirewerken auch mit weniger bekannten Stücken der Musikliteratur auseinander zu setzen.

Die organisatorische Leiterin dankte allen Sängerinnen und Sängern und den Mitarbeiter im Organisationsteam für das große Engagement. Sie ergänzte den Rückblick des Dirigenten um zehn weiteren Veranstaltungen, wie die jährlichen Probenwochenenden im Kloster Roggenburg.

Stephan Beck kündigte für 2016 zwei Konzerte an. Bei der Europäischen Kirchenmusik steht ein ganz ungewöhnliches Projekt auf dem Programm: der Chor wird am 20. 7. 2016, passend zum neuen Motto „Als Mann und Frau“, im Heilig-Kreuz-Münster die Oper „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck aufführen. Die Inszenierung wird das Team des Regisseurs Bernhard Stengele übernehmen, welches dieses Werk mit großem Erfolg in Würzburg kürzlich auf die Bühne gebracht hat. Des Weiteren wird der Chor am 25. 9. auf der Remspark-Bühne das Programm seiner Ungarntournee auch dem Gmünder Publikum darbieten. Das Jubiläumsprogramm für 2017 wird nach den Weihnachtsferien bekannt gegeben.

Aus dem Kassenbericht von Gabriele Feldmann wurde deutlich, dass die Finanzierung großer Konzerte nur mit Unterstützung des Freundeskreises und der Sponsoren möglich ist. Sie dankte in diesem Zusammenhang besonders dem Freundeskreisvorsitzenden Martin Grübl für sein unermüdliches Engagement. Die Kassenprüfer Siegfried Schmidt und Ingrid Rudolph bestätigten eine tadellose Kassenführung.

Der Freundeskreis des Philharmonischen Chores hat laut Bericht seines Vorsitzenden Martin Grübl derzeit 186 Mitglieder. Er appellierte an die Anwesenden, neue Förderer zu werben. Martin Grübl berichtete, dass er und seine Frau den Chor auf seiner Ungarntournee begleitet haben und überaus beeindruckt gewesen seien, nicht nur vom hohen musikalischen Niveau der Auftritte, sondern auch von der entspannten und freundschaftlichen Atmosphäre. Jörg Ayßlinger übernahm es, die Entlastung der kompletten Vorstandschaft zu beantragen. Dabei gab es keinerlei Gegenstimmen, wie auch bei den Neuwahlen, bei denen fast komplett die bewährte Mannschaft wiedergewählt wurde: Erste Vorsitzende bleibt Christine Lerchenmüller, als ihr Stellvertreter wird Bernhard Fauser sich vor allem um das 2017 anstehende 50jährige Chorjubiläum kümmern. Für die Kasse zeichnet Gabriele Feldmann verantwortlich, die Kassenprüfung übernehmen Ingrid Rudolph und Siegfried Schmidt; Schriftführerin bleibt Eva Scheulen. Als Beisitzer gewählt wurden Felix Bader, Constanze Bauer, Hermann Karg, Michael Kessler, Susanne Wiker, Dr. Simon Zell, Andreas Zengerle und Dr. Andreas Zielonka. Vorsitzender des Freundeskreises ist weiterhin Martin Grübl, als sein Stellvertreter löst Jörg Ayßlinger Reiner Moll ab. Als Stimmsprecher fungieren für den Sopran Susanna Peters und Annegret Kornau, für den Alt Barbara Sterner und Gaby Vordemberge, für den Tenor Siegfried Gold und Andreas Zengerle, für den Bass Felix Bader und Dr. Simon Zell.

Es folgte ein weiteres musikalisches Intermezzo – Stephan Beck begleitete am Flügel Anna Escala, die Stimmbildnerin des Chores und Constanze Bauer, die die Stimmbildung organisiert, bei zwei schönen Duetten.

Christine Lerchenmüller verabschiedete Hilde Craffonara mit einem Geschenk aus dem aktiven Chor, bevor man in Erinnerungen an die Ungarn-Tournee schwelgte. Die Vorsitzende dankte den Hauptorganisatoren Susanna Peters, Susanne Wiker und Hermann Karg für ihren enormen Einsatz.

Felix Bader hatte eine Diaschau mit den schönsten Reisebildern zusammengestellt, zwischendurch erklangen passend Csardasmelodien, interpretiert von Hieronymus Butz (Cello) und Franz Sickert am Klavier. Anna Escala glänzte mit Stimme und Kastagnetten und einem andalusischem Lied, das schon in Ungarn zu Begeisterungsstürmen geführt hatte.
Die überaus harmonische Mitgliederversammlung endete wie sie begonnen hatte, mit einem gemeinsamen Lied.


Bernhard Fauser