Stephan Beck ist Kirchenmusikdirektor

Bericht Rems Zeitung vom 24.02.2018


Der Titel ist eine Würdigung für das Wirken und Engagement des Münsterorganisten, Chorleiters und EKM-Mitorganisators


Für die Ausstrahlung Gmünds als Stadt der Kirchenmusik ist es gut, aber noch mehr ist es eine verdiente Würdigung. Stephan Beck erhält den Titel Kirchenmusikdirektor.


Musik (rw). Der Titel, verliehen von Bischof Gebhard Fürst, war Anlass einer Feierstunde im gut gefüllten Festsaal des Franziskaners am Freitagabend, umrahmt von Musik, versteht sich: Walter Töws (Violine) und Johannes Wittmann (Klavier), Kollegen des Akademischen Oberrats Stephan Beck an der PH, musizierten und zum Schluss sangen die beiden von Stephan Beck geleiteten Ensembles, der Münster Chor und der Philharmonische Chor, das Lob der Musik mit Johannes Bachofens "Viele verachten die edele Musik".


Neben den Sängerinnen und Sängern begrüßte Münsterpfarrer Robert Kloker Mitglieder aus dem EKM-Direktorium, Christian Baron als Vertreter des Stadtverbands Musik und Gesang, sowie Mitglieder des Kirchengemeinderats und Vertreter des Münsterbauvereins, außerdem Kirchenmusikdirektorin Sonntraud Engels-Benz. Stephan Beck, so Kloker in seiner Würdigung, habe von seinem Vater KMD Hubert Beck vieles mit auf den Weg bekommen, "aber Sie sind eine eigene Musikerpersönlichkeit." In der Tat, wie der Münsterpfarrer in seinen weiteren Worten belegte: Vom Bau der eigenen Hausorgel mit 16 Jahren über das Studium der Schul- und Kirchenmusik an der Hochschule in Stuttgart bis zur Übernahme des Amtes des Münsterorganisten 1999. Seit 2008 ist Stephan Beck Mitglied im Direktorium des Kirchenmusik-Festivals und Juror beim Orgelimprovisations-Wettbewerb. 2009 übernahm er die Leitung des Philharmonischen Chors und 2011 die des Münsterchors. Beck gibt regelmäßig Orgelkonzerte, spielte auch schon im Prager Veitsdom und in Paris in Notre Dame. Mit dem Münsterchor wie dem Philharmonischen Chor erarbeitet er große Projekte, mit dem letztgenannten auch Werke im Zeichen der musica sacra. An Sonntagvormittagen spielt er Orgelmusik auf der Münsterorgel und der restaurierten Weigle-Orgel in der Johanneskirche, "er liebt die Orgel in der Johanniskirche fast so sehr wie die im Münster."


Beider Innenleben kennt er bestens und sein pädagogisches Talent bringe er bei Orgelführungen für Kinder ein. Robert Kloker: "Unser Stephan Beck ist für die Münstergemeinde und Schwäbisch Gmünd ein kirchenmusikalischer Glücksfall und ein großes Geschenk.

Diözesanmusikdirektor Walter Hort überreichte die Ernennungsurkunde mit der Würdigung durch den Bischof: Wertvolle Impulse für die Orgelmusik, EKM-Engagement, die Vermittlung der Christlichen Botschaft in den Oratorienwerken und von musikalischen Kompetenzen für die heutige Zeit wurden genannt. An die musikalischen Sternstunden mit Beck erinnerte OB Arnold in seinem Grußwort, "was Orgelspiel anbelangt, sind wir in der European Champions League."


Künstlerische Kompetenz, leidenschaftliches Engagement und kirchenmusikalischen Sachverstand hob EKM-Intendant Klaus Stemmler hervor. Von ihm gab's einen selbstgebackenen Hefeteig-Violinschlüssel. Überhaupt herrsche in Gmünd eine traumhafte Konstellation: "Wenn man einen Pfarrer hat, der Kirchenmusik mag, ist vieles leichter."


Nach einem weiteren Grußwort von Dekanatspräses Tobias Freff sprach KMD Stephan Beck Dankesworte. "Ich freue mich auf viele weitere Jahre mit der Münsterorgel und mit der Musik", sagte er. Dabei wird ihm der neue Dirigentenstab, den ihm die Sängerinnen und Sänger schenkten, von Nutzen sein.



Verleihung Titel KMD an Stephan Beck